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Von Mario Vargas Llosa
In der kargen Kneipe der Chunga ist alles wie immer. So, wie es gestern war und vorgestern und zuvor; so, wie es morgen sein wird und übermorgen und auch am Tag danach. Die drei am Stammtisch saufen wie immer, verspielen das Geld, das sie nicht haben, suhlen sich im Dreck ihrer zotigen Sprüche....wie immer. Und doch, plötzlich hängt eine Frage im Raum, die die Luft zum stehen und die Phantasien zum kochen bringt. Phantasien von Sex und Liebe, von Macht und Ohnmacht, vom Geld und von der Welt, die irgendwo besser sein muß. Die Phantasien der Unbezwingbaren, die der ZuschauerInnen und sogar die, der so nüchternen, wortkargen Chunga. Die Träume, die sich um den Verbleib der schönen Meche spinnen, scheinen den Boden der Realität aufzuweichen. Einer Realität, die kalt ist, wie das Licht einer vereinzelten, schirmlosen Glühbirne. Und am Ende dieser Nacht, die eigentlich genauso gewesen ist wie die Nacht gestern und vorgestern, weiß niemand mehr Traum, Wirklichkeit, Phantasie und Wunsch zu unterscheiden - und die Frage, um die sich alles dreht, bleibt: "Was ist passiert mit Meche, in jener Nacht?"
Das Ensemble
| Es spielen: | Chunga: | Angelika Hake & Marion Tamme |
| Meche: | Ulla Klingovsky & Sabine Pitsch | |
| Josefino: | Peter Kossack | |
| Mono: | Daniel Wrana | |
| Lituma: | Michael Moog | |
| Regie: | Alma Bolívar |