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Als Grundlage für die Hommage an García
Lorca dient die Tragödie "Bernarda Albas Haus", die auf sehr subtile,
ungewöhnliche Weise die Unterdrückung von Frauen in einer Männerwelt spiegelt.
Nach dem Tode ihres Mannes verhängt Bernarda Alba
eine siebenjährige Trauerzeit über ihre fünf Töchter, die von nun an im Haus
eingesperrt leben müssen. Rückzug, Eifersucht, Auflehnung, völlige Einsamkeit
und Selbstmord - jede der fünf Töchter reagiert auf ganz eigene Weise auf das
Eingesperrtsein und die totale Herrschaft der Mutter, die ihrerseits Gefangene
der strikten gesellschaftlichen und kirchlichen Normen ist, welche es
hundertprozentig zu erfüllen gilt.
Als der Schwarm der 20jährigen Adela des
Geldes wegen um die Hand der 39jährigen Angustias anhält, entbrennt der
Konflikt, denn auf Adela möchte er trotz seiner Verlobung nicht verzichten. Und
sie nicht auf ihn...
Ausgehend von dieser Tragödie möchte die Truppe ihre theatrale Nachforschung beginnen, die sich mit den tragischen, weiblichen Figuren bei García Lorca auseinandersetzt. Die Rätsel auf die sie bei dieser Forschungsarbeit stieß, heißen: Frauen und Macht - Frauen und Sexualität - Frauen und Freiheit.
Hierbei wurde
FRATZ von einem Bildenden Künstler in Bezug auf das Bühnenbild und einem
Lichtdesigner in Bezug auf das Lichtarrangement unterstützt, die sich ebenfalls
von García Lorca inspirieren ließen.
| "Leben heißt Lachen inmitten eines Rosenkranzes von Todesfällen; es heißt über den schreienden Menschen hinausblicken auf die Liebe im Herzen der Leute. Es heißt Wind sein und das Wasser im Bach kräuseln. Es heißt nirgendwo herzukommen und nirgendwo hinzugehen und überall zu sein, inmitten vieler Ängste" [Federico García Lorca] |