Nachdem FRATZ sich seit vier Jahren intensiv mit unterschiedlichen lateinamerikanischen Theaterformen beschäftigt hat, in denen die Frauenfiguren eine jeweils zentrale Rolle innehatten, möchten wir nun erstmals als reine Frauentruppe in multinationaler Besetzung uns mit einem zeitgenössischen Klassiker und seinem tragischen Werk auseinandersetzen. Ziel ist es, einem deutschen Publikum ‚El mundo lorquiano‘- ‚die lorcianische Welt‘ - lebendig werden zu lassen.
"Theater ist Poesie, die aus dem Buch steigt und menschlich wird, wobei sie spricht und schreit, weint und verzweifelt. Das Theater braucht Gestalten auf der Bühne, die ein poetisches Gewand tragen und zugleich ihre Knochen, ihr Blut erkennen lassen. Sie müssen so menschlich, so entsetzlich tragisch dem Leben und dem Tag mit solcher Kraft verbunden sein, daß sie ihren Verrat zeigen, daß man ihren Geruch wahrnimmt." [Federico García Lorca]
   
FRATZ versteht die Produktion von „Mujeres" als eine Studie, eine Forschungsarbeit. Thema sind die tragischen weiblichen Figuren bei García Lorca. Mit den Mitteln des Theaters werden Fragen aufgespürt, nach Antworten und Offenheiten gesucht. 
"Das Theater ist eine Schule des Weinens und des Lachens und eine freie Tribüne, auf der die Menschen alte oder irrige Morallehren deutlich zeigen und durch lebendige Beispiele ewige Regeln des menschlichen Herzens und Gefühls ausdrücken können." [Federico García Lorca]